Diakonische Gemeinschaft Paulinum

Die Diakonische Gemeinschaft Paulinum trägt seit 40 Jahren neben dem Mutterhaus die Zielsetzung und die Arbeit in der Stiftung mit. Als Zusammenschluss von Diakoninnen, Diakonen und Mitarbeitenden der Stiftung kreuznacher diakonie, fördert und gestaltet die Diakonische Gemeinschaft das diakonische Amt und das gemeinsame Leben in der evangelischen Kirche mit. Die Diakonische Gemeinschaft Paulinum versucht, Glauben und Leben, Beten und Arbeiten miteinander zu verbinden, um inmitten von Kirche und Gesellschaft Zeugnis zu geben von Gottes Gegenwart.

Die Diakonische Gemeinschaft Paulinum wird durch den / die Älteste sowie den Rat geleitet. Die jährliche Zusammenkunft der Gemeinschaft im Konvent findet am ersten Adventswochenende statt.

Veranstaltungen

Achtung: Unsere Treffen finden derzeit bis auf Weiteres nicht statt.

Die Diakonische Gemeinschaft trifft sich an jedem ersten Montag im Monat um 19 Uhr (außer in den Ferien) zur Andacht und zum gemeinsamen Austausch im Geschwister Scholl Haus. An allen anderen Montagen außer In den Ferien finden die Andachten um 17 Uhr statt, gestaltet von den Schülerinnen und Schülern der Diakonenausbildung.


Augen-Blicke

Impulse: Nicht alles ist abgesagt

Diese Kerze auf dem Foto (zu sehen im pdf-Format unten) habe ich von einer Stationsschwester geschenkt bekommen. Eine besondere Kerze die mir gut gefällt, mit einer bemerkenswerten Aufschrift:

Nicht alles ist abgesagt.

Leben ist nicht abgesagt.

Hoffnung ist nicht abgesagt.

Gespräche sind nicht abgesagt.

Musik ist nicht abgesagt.

Träume sind nicht abgesagt.

Glaube ist nicht abgesagt.

Hilfsbereitschaft ist nicht abgesagt.

Lachen ist nicht abgesagt.

Beten ist nicht abgesagt.

Wie gut diese Worte tun. Viele sind „coronamüde“, sind der vielen Zahlen, Impfdiskussionen und Strategien zur Lockerung überdrüssig. Auf den Stationen in den Krankenhäusern haben wir es mit einsamen Menschen zu tun. Keinen Besuch bekommen zu dürfen ist schwer zu ertragen.

Da tut es gut den Blick neu auszurichten und eben nicht nur das halb leere Glas zu sehen, sondern das halb volle Glas. Da sagt uns eine Kerze was alles möglich ist, auch in schwierigen Zeiten. Leben und hoffen dürfen wir. Jeden Tag leben mit allem was geht und die Hoffnung nicht aufgeben. Gespräche führen können wir, persönliche Gespräche oder Telefonate oder Videotelefonie ganz egal. Hauptsache in Verbindung bleiben mit den Kindern, den Enkeln und den Freunden. Man kann auch am Telefon sagen: „ich vermisse dich“ oder „ich denk an dich“. Wie gut tut so ein Satz.

Da denk jemand an mich, vermisst mich oder sag mir „ich hab dich lieb“. Das ist Medizin für unsere Seele. Lachen ist auch nicht verboten und tut so gut. Also warum nicht einen Witz erzählen? Lachen ist gesund. Musik hören tut gut und macht gute Laune. Wer dabei in der Sonne sitzen und in den Tag hineinträumen kann hat - Entspannung pur.

Hilfsbereit sein und achtsam auf sich und die Mitmenschen schauen ist wichtig in diesen Tagen. Oft sind es die kleinen Gesten und gute Worte die dem anderen fehlen. Dann sind da noch Glauben und das Gebet. Damit können wir uns immer wieder mit der Kraftquelle Gottes verbinden. Beten hat eine ungeheure Kraft und ist immer und überall und zu jeder Tageszeit möglich. Diese Möglichkeit gilt es zu nutzen. Gott wartet auf unser Gebet und es muss nicht lang sein.

Ich persönlich habe viele Lieblingslieder die ich dann den ganzen Tag wie einen Ohrwurm im Kopf habe oder wie ein Mantra oder Gebet vor mich hinsinge. Eines meiner allerliebsten Lieder passt zu dem Text der Kerze:

Meine Hoffnung und meine Freude,/

meine Stärke, mein Licht:/

Christus meine Zuversicht,/

auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht.

Von Diakonin Sabine Lohrum

„Jibbet jet ze binge?“

Mit diesem Ruf warben in der Stadt Köln in den Hinterhöfen vor langer Zeit umherziehende Handwerker um Aufträge. Mit einem Hämmerchen schlugen sie dazu auf Blech: Bing, bing! Man nannte sie Zebingemänner, auch Zebingemännche, wenn sie etwas klein geraten waren. Ihr Angebot: Kessel ausbeulen, Geschirr kleben oder löten, Gerätschaften des Alltags reparieren. Ein schönes Bild für die Sorge um die Seele: Hast du was auf dem Herzen? Erzähl es mir! Wir richten es biegen, löten, kleben es wieder zurecht. Wir könnten einander Zebingemänner und-Frauen sein, wenn wir kleine, manchmal unscheinbare Dienste der Seelsorge anbieten. Schön, wenn es fast nichts kostet außer besonderer Aufmerksamkeit, gerade jetzt, in Viruszeiten.

Pfarrer i.R. Wolfgang Piechota


Weitere Texte von unseren Pfarrerinnen und Pfarrern als Kraftquelle finden Sie auf der Seite unserer Diakonie Gemeinde.

„Die Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft Paulinum wissen sich als von Gott geliebte und befreite Menschen. Diese Erfahrung wollen sie in Kirche, Diakonie und in der Welt durch ihr Handeln sichtbar und erlebbar werden lassen“
Diakonin Doris Borngässer

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Mario Klein, Ältester der Diakonischen Gemeinschaft Paulinum

Diakon Mario Klein
Ältester der Diakonischen Gemeinschaft Paulinum

Tel.: 0671/605-3302

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Ihre Ansprechpartnerin

Andrea Bäder-Mellmann
Referat Diakonik-Ethik-Seelsorge, Sekretariat

Bösgrunder Weg 10
55543 Bad Kreuznach

Tel.: 0671/605-3730
Fax: 0671/605-3271

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VeDD Diakone und Diakoninnen im Corona-Alltag

Diakon/Diakonin sein in Zeiten von Corona - was bedeutet das, wie sieht der Alltag aus? Der VeDD (Verband evangelischer Diakone/innen und Diakonatsgemeinschaften) zeigt, wie es einigen Kolleginnen und Kollegen zurzeit geht. Auch Kreuznacher Diakone/Diakoninnen sind dabei. Einfach mal reinschauen.

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